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Verbessert Salz den Pump beim Training?

Kann Salz den Pumpeffekt steigern?

Viele Bodybuilder suchen nach neuen Wegen, um die Effekte ihres Trainings zu maximieren und den Pump wĂ€hrend des Workouts zu verbessern. In letzter Zeit wird auch Salz als mögliche Zutat empfohlen. Doch kann eine so einfache Zutat wirklich Vorteile bringen? Wir haben uns intensiver mit dem Thema beschĂ€ftigt und werden nun aufklĂ€ren, ob diese Vermutung wahr ist. Nicht nur die Aufnahme von Salz, sondern auch die der Kohlenhydrate spielt fĂŒr euren Pump beim Training eine Rolle.

So wirkt sich Salz auf euren Pump beim Training aus

ESN Crank Pump Pro Green Apple GeschmackSalz enthĂ€lt viel Natrium, das im menschlichen Körper verschiedene Funktionen hat. Zum Beispiel beeinflusst die Menge an Natrium im Körper das Blutvolumen und die FlĂŒssigkeit in und um die Zellen [1]. Natrium beeinflusst auch die Übertragung von Nervenimpulsen und die Muskelarbeit. Untersuchungen haben gezeigt, dass Natrium das Blutvolumen beim Sport aufrechterhalten kann. Dadurch wird die Muskulatur optimal durchblutet und mit Sauerstoff versorgt [2]. Dies ist auch fĂŒr den gewĂŒnschten Pump beim Training von Bedeutung. Wenn man jedoch durch das Schwitzen beim Training zu viel Natrium verliert, kann dies zu Nachteilen fĂŒhren, da es in diesem Fall zu MuskelkrĂ€mpfen kommen kann. Das Training verlĂ€uft weniger effektiv, wenn der gewĂŒnschte Pump nicht eintritt und der Muskelaufbau weniger effizient angeregt wird. Außerdem kann die Regeneration verzögert werden.

Es gibt GerĂŒchte, dass Salz als Pump-Bremse beschrieben werden kann, da das Natrium einen negativen Einfluss auf die NO-Produktion ausĂŒben und die InnenwĂ€nde der BlutgefĂ€ĂŸe versteifen soll. Dies wĂŒrde den Pump-Effekt stören. Bisher konnte diese Vermutung jedoch noch nicht durch Studien am Menschen bestĂ€tigt werden, sodass die Vorteile vorerst nicht ĂŒberwiegen.

Was sagen Studien zum Thema?

Es gibt auch Studien, die sich mit diesem Thema beschĂ€ftigt haben. So zeigt eine Untersuchung aus Boston [3], dass natriumhaltige GetrĂ€nke wĂ€hrend des Sports fĂŒr zahlreiche Vorteile sorgen können. Hierbei wurden 15 Studierende als Probanden ausgewĂ€hlt, die 45 Minuten lang moderaten bis zu intensiven Ausdauersport durchfĂŒhren sollten. Eine HĂ€lfte der Probanden erhielt ein GetrĂ€nk, das speziell auf ihren Natrium- und FlĂŒssigkeitsverlust wĂ€hrend des typischen Sports abgestimmt war. Die restlichen Probanden dienten als Kontrollgruppe.

Gezeigt hat sich in der Studie, dass die LeistungsfĂ€higkeit der Probanden wĂ€hrend des Trainings deutlich höher war, die das mit Natrium angereicherte Wasser wĂ€hrend des Trainings tranken. Doch damit nicht genug: Die Probanden mit Natriumwasser zeigten auch eine signifikant kĂŒrzere Erholungsdauer. Auch beim Muskelwachstum zeigt sich Natrium zusammen mit Kalium als bedeutsam: Sie helfen als Transporter dabei, AminosĂ€uren wie Leucin in die Zelle zu schleusen und die Proteinsynthese zu fördern [4] – das gilt aber auch fĂŒr die Regeneration.

Nehmen Bodybuilder ausreichend Salz zu sich?

Die meisten Bodybuilder achten auf eine ErnĂ€hrungsweise, die das Muskelwachstum fördert, aber auch Körperfett schmelzen lĂ€sst. Auf diese Weise kommen die Ergebnisse des eigenen Trainings schließlich sehr gut zur Geltung. Die proteinreiche ErnĂ€hrung, bei der auf SĂŒĂŸes, Backwaren und andere Leckereien verzichtet wird, kann allerdings ein wenig zu einseitig ausfallen, um wirklich den kompletten Bedarf an Natrium zu decken. Brot und Backwaren werden in der Regel ebenfalls vermieden, obwohl diese Salz enthalten und damit Natrium liefern könnten.

Wer es mit seiner gesunden und salzarmen ErnĂ€hrung zu gut meint, kann sogar eine HyponatriĂ€mie erleiden. Hierbei liegt der Blutwert des Natriums allgemein zu niedrig, was wiederum zu Symptomen wie MuskelkrĂ€mpfen beim Sport fĂŒhrt. Wer ausprobieren möchte, ob Salz einen positiven Effekt auf den Pump beim Training ausĂŒbt, kann ein bis zwei Gramm Salz vor dem Training zu sich nehmen. Dieses bindet Wasser an sich und kann damit den Pump womöglich verstĂ€rken, aber den genannten Studien nach auch die Leistung verbessern.

Unser Tipp

Aus eigenen Erfahrungen hat sich gezeigt, dass wir einen guten Pumpeffekt mit den mit folgender Kombination erzielt haben:

 

Zusammenfassung: Das ist fĂŒr den Pump beim Training wirklich wichtig

Wer den Pump-Effekt beim Training optimal nutzen möchte, sollte nicht nur darauf achten, ausreichend Natrium zu sich zu nehmen. Doch damit nicht genug: Auch auf eine ausreichende Zufuhr an Kohlenhydraten vor dem Training sollte Wert gelegt werden. Denn: FĂŒr das Training wird seitens der Muskulatur Adenosintriphosphat (ATP) benötigt, das sowohl im Muskel, als auch dem Kreatinphosphatspeicher schnell aufgebraucht wird. In dem Fall wird auf Kohlenhydrate zurĂŒckgegriffen, die einen lĂ€nger anhaltenden Speicher darstellen. Kohlenhydrate vermeiden aber auch, dass Muskelmasse abgebaut wird. Wer also von dem optimalen Pump-Effekt profitieren möchte, sollte Salz und Kohlenhydrate in geeigneten Mengen zu sich nehmen.

Welches Salz ist am besten geeignet?

Wer nun auf die optimale Menge von Salz in seiner ErnĂ€hrung achten möchte – laut der Deutschen Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung e.V. benötigen Erwachsene zwischen 19 und 65 Jahren 1.500mg Natrium [5] (dieser Wert ist bei Sportlern in der Regel höher) am Tag – muss sich nicht auf eine bestimmte Sorte Salz festlegen. Denn: Meersalz und Kochsalz bringen gleichermaßen viel Natrium mit, sodass man guten Gewissens auf die Sorten zurĂŒckgreifen kann, die am besten zum eigenen Geschmack und den jeweiligen Gerichten passen. Speisesalz kann durch die Art der Gewinnung allerdings weniger Mineralstoffe enthalten, als es bei Meersalz der Fall ist. Es kommt also auch darauf an, worauf ihr bei eurer ErnĂ€hrung achtet und am meisten Wert legt.

Fazit: FĂŒr den richtigen Pump ist eine ausgewogene ErnĂ€hrung wichtig

FĂŒr Bodybuilder sollte der Fokus keineswegs immer nur auf einer proteinreichen ErnĂ€hrung stehen. Ausreichend Natrium und Kohlenhydrate sind schließlich ebenfalls von Bedeutung, wenn die Muskelproteinsynthese in Gang gebracht werden und der Muskelabbau verhindert werden soll. Wer hier auf die richtigen Mengen achtet, kann sich auf mehr Leistung und eine schnellere Regeneration freuen. Auch auf den Pump könnte Salz damit einen positiven Effekt haben – allerdings gilt es hier, das richtige Maß zu finden. Auch ausreichend Wasser mĂŒssen Bodybuilder trinken, um die Effekte des Natriums wĂ€hrend des Trainings in vollem Ausmaß nutzen zu können. Dass der Pump durch Salz gebremst wird, konnte bisher nicht wissenschaftlich am Menschen nachgewiesen werden.

 

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