Erdem Dül und Ronny Rockel berichten: Das soll Dallas McCarver eingenommen haben

Dallas McCarver ist schon 2017 im Alter von nur 26 Jahren verstorben. Damit schockierte die junge Bodybuilding-Legende nicht nur Fans, sondern die gesamte Branche. Denn: McCarver galt wegen seiner außergewöhnlich guten Form als Geheimtipp für kommende Mr. Olympia Wettbewerbe – und stellte eine große Inspiration für angehende Bodybuilder und Sportler dar. Der mit Wrestlerin Dana Brooke liierte Bodybuilder rief mit seinem Tod zudem einige Spekulationen und Gerüchte hervor. Mittlerweile weiß man nicht nur, was wirklich passiert ist – sondern auch, wie sehr sein Körper unter der Einnahme diverser Mittel gelitten hat. Erdem Dül und Ronny Rockel berichten in ihrem neuen YouTube Video, was Dallas unter anderem eingenommen haben soll…

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Auch mehr als fünf Jahre nach seinem Tod trauert die Bodybuilding-Branche noch um den jungen Dallas und dessen großes Potential. Dallas, der 1991 in Tennessee geboren wurde und mit 21 Jahren seine Bodybuilding-Karriere startete, konnte bei Mr. Olympia 2017 noch den achten Platz belegen. Sein Tod rief einen großen Schock unter Fans und Kollegen hervor, war aber auch mit einigen Gerüchten verbunden. So gab es Vermutungen, dass er an seinem Essen erstickt sei oder auch Drogen zu sich genommen habe.

Der wahre Grund für den Tod von Dallas McCarver

Im August 2017 habe Josh Lenartowicz seinen Trainingskollegen Dallas leblos in seiner Wohnung aufgefunden. Beide seien laut seinen Aussagen zur Zeit in der Vorbereitungsphase für den Mr. Olympia gewesen, den Dallas aber nicht mehr erleben sollte. Ein Wiederbelebungsversuch durch seinen Freund scheiterte daran, dass die Atemwege McCarvers durch Essensreste verstopft gewesen sein sollen. Doch nach Veröffentlichung des Autopsieberichtes weiß man genauer, was Dallas passiert ist.

Am 22. August 2017 wurde Dallas von Sanitätern ins Krankenhaus gebracht – hier wurde sein Tod um 1:03 Uhr festgestellt und vermerkt. Die Autopsie des Gerichtsmediziners zeigte: Dallas´ Herz und weiteren Organe waren stark vergrößert. Sein Herz hatte dabei 833g Gewicht, seine Leber wog mit 4,6kg das fast Dreifache dessen, was eine normale Leber auf die Waage bringt. Darüber hinaus wurde eine schwere Artherosklerose der Herzkranzgefäße festgestellt. Auch die linke Herzkammer soll vergrößert gewesen sein. Das führt in der Regel dazu, dass das Herz härter arbeiten muss – was zusammen mit der Arterienverkalkung zu einem natürlichen Tod durch Herzinfarkt gesorgt haben soll. In seiner Familie habe es bereits Fälle von Herzerkrankungen und Bluthochdruck gegeben.

 

Auch das kann zum Tod von Dallas geführt haben – die Stacking Liste

Nun zum eigentlichen YouTube Video von Erdem Dül und Besuch von Ronny:  Auf genau diesen Stack möchten die beiden eingehen, weil sich viele junge Sportler Dalles als Vorbild genommen haben, wenn es um ihre Form geht.

Insbesondere auf Insulin möchten die beiden dabei eingehen, da dieses in den oberen Rängen scheinbar häufiger verwendet wird und eine gewisse Gefahr in sich birgt. Wachstumshormone sollen auf der Liste über 20 Einheiten erreicht haben, die Ronny als schädlich für Organe bewertet. Allerdings kenne dieser auch andere Athleten der Branche, die weitaus mehr Einheiten zu sich nehmen. An dieser Stelle des Videos wird auch die Branche selbst kritisiert: Bodybuilder professioneller Art müssten teilweise Stoffe zu sich nehmen, um möglichst schnell Muskelmasse aufbauen und ihre Karriere antreiben zu können. Anstelle sich über die Jahre hinweg die nötige Muskelmasse anzutrainieren, wollen angehende Bodybuilder die Zeit verkürzen und Ergebnisse möglichst schnell sehen – das geht natürlich auf Kosten der Gesundheit.

Zusammengezählt käme man bei diesem Stack auch auf 300 Einheiten Insulin. Auffällig ist, dass Dallas nicht nur auf Langzeitinsulin gesetzt hat, sondern auch auf Kurzzeit-Insulin. Um mit dieser Menge nicht zu unterzuckern, müsste Dallas 3.000g allein an Kohlenhydraten zu sich genommen haben. Hier ergibt sich auch: Diese Menge an Insulin täglich zu sich zu nehmen, hätte für eine ganze Menge Nebenwirkungen gesorgt – daher ist es nicht unbedingt wahrscheinlich, dass Dallas auch auf diese Dosis gesetzt hat. Auch die weiteren Mittel wie beispielsweise Steroide, die Dallas McCarver zu sich genommen haben soll, analysieren die beiden.

Weiterer Stoff-Talk zur vermeintlichen Dallas McCarver Stacking Liste

Auf der Liste ist auch die Rede davon, dass McCarver drei- bis viermal täglich 100mg Anapolon eingenommen haben soll – das entspräche also 400mg Anapolon am Tag! Die Tabletten würden dabei nicht nur stark auf den Magen schlagen, sondern auch der Leber stark schaden. Wir erinnern uns: Die Leber McCarvers wurde stark vergrößert vorgefunden. Auch EPO soll auf der Stacking Liste gestanden haben: Ein Stoff, der von Dialyse-Patienten dazu eingenommen wird, um den Gehalt an roten Blutkörperchen im Blut anzugeben. Es handelt sich hierbei um das sogenannte Blutbildende Hormon Erythropoietin. Auf der Liste sollen sich auch diese Stoffe mit wöchentlicher Dosierung befunden haben:

  • 1000mg NPP
  • 700mg Masteron
  • 1000mg Primobolan
  • 2400mg Trenbolon

Insbesondere Letzteres hält Erdem Dül für unrealistisch. Dennoch sei gesagt: Dallas soll vor seinem Tod bereits länger an Husten gelitten haben – dieser kann auf die Trenbolon-Einnahme zurückgeführt werden und tritt wohl immer wieder als Nebenwirkung auf. Dadurch ließe sich auch erklären, warum McCarvers Stimme mit der Zeit immer rauchiger geworden ist. Weiterhin wichtig zu wissen: Die Testosteronwerte des Bodybuilders waren bei der Autopsie stark erhöht. Dies könnte ebenfalls auf den Gebrauch von Trenbolon als anaboles Steroid zurückgeführt werden. Testosteron auf Wasserbasis, welches seine Effekte schneller unterbreiten soll, sei mit 3,5 Gramm in der Woche auf der Liste vertreten gewesen.

Schnelle Muskelmasse und mehr Leistung beim Training – doch zu welchem Preis?

Wie im Video von Erdem deutlich wird, überraschen viele der hohen Dosierungen Ronny keineswegs. Er verdeutlicht selbst, zu vielen der Stoffmengen Bodybuilder zu kennen, die es fast genauso handhaben oder zumindest an die genannten Dosierungen herankommen. Doch zu welchem Preis? Die Nebenwirkungen können die Profisportler in den Vorbereitungsphasen stark belasten und im Alltag für Schmerzen, Druck und dauerhafte, gesundheitliche Schäden sorgen. Dennoch sind einige Sportler bereit, Nachteile und sogar lebensgefährliche Risiken in Kauf zu nehmen, nur, um bei Wettbewerben auf den oberen Plätzen zu landen und dementsprechende Verträge zu erhalten. Auf natürlichem und weniger gesundheitsschädlichem Wege sei dies kaum möglich. Es bleibt zu hoffen, dass in der Branche künftig ein Wandel zugunsten der Bodybuilder-Gesundheit stattfindet.

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Dallas_McCarver

https://www.focus.de/sport/diverses/autopsiebericht-veroeffentlicht-bodybuilder-dallas-mccarver-starb-an-einem-herzinfarkt_id_7912834.html

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