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Steve Benthin: Wichtige Infos zum Psychiatrie-Aufenthalt

Dass mentale Gesundheit eine wichtige Rolle spielt, um im Alltag funktionieren und das Leben wirklich genießen zu können, hat nun auch der Olympia-Bodybuilder Steve Benthin erfahren müssen. Der IFBB-Profi-Bodybuilder hat es über die letzten Jahre geschafft, sich als Fitness-Influencer einen breiten Follower-Stamm aufzubauen und 2019 den 16. Platz bei Mr.Olympia zu belegen. Doch gerade, als Steve Benthins Erfolge Aufwind bekamen, verabschiedete er sich 2023 für eine Weile aus der Öffentlichkeit. Warum das so war und mit welchen News der Athlet nun sein Comeback feiert, verraten wir in den nachfolgenden Abschnitten.

Anfang 2023 lief alles noch vielversprechend für Steve Benthin

Anfang des Jahres konnte der 212er-Athlet noch den Vertrag mit seinem Sponsor verlängern und sich weitere sportliche Ziele setzen. Auch die Teilnahme an der New York Pro war für Ende Mai angesetzt – doch es sollte alles anders kommen. Mitte April, nämlich auf der FIBO 2023, erkrankte der Bodybuilder erneut an Covid-19. Nach einer Weile zeigte sich, dass Steve die Erkrankung nicht ganz hinter sich lassen konnte – und stattdessen an den verschiedenen Symptomen von Long Covid litt. Nicht nur Atemprobleme habe der Athlet in dieser Zeit gehabt, sondern auch wenig Energie und Kraft. Gelenkschmerzen, Antriebslosigkeit und weitere Symptome gesellten sich dazu. In derselben Zeit ließ Steve auch verlauten, dass diese Zeit eine extreme psychische Belastung für ihn darstellte. Kurz darauf zog sich der Profi-Bodybuilder allerdings aus der Öffentlichkeit zurück.

Fast ein halbes Jahr später: Steve Benthin verkündet die Rückkehr mit einem Video

Nach fast einem halben Jahr war die Überraschung bei Followern groß: Steve Benthin meldet sich mit einem Video zurück. In diesem bedankt sich der Athlet zunächst einmal bei seinen Fans dafür, dass diese in der schwierigen Zeit an ihn gedacht haben. Steve berichtet, dass er schon im Mai (nach seinem letzten YouTube Video) bemerkte, sein Training nicht mehr richtig bewältigen zu können. Es folgte die Diagnose Long Covid, aber auch ein regelrechter Ärzte-Marathon. Der Antrieb fehlte, weshalb sich Steve auch an andere Athleten wandte. Diese rieten ihm dazu, sich eine Auszeit zu nehmen und legten ihm nahe, dass er auch an einem Burn-Out leiden könnte.

 

Doch auch nach der empfohlenen Auszeit fand Steve kaum Motivation fürs Training. Hinzu kamen Schlafprobleme, sowie Ängste in Bezug auf seine Ernährung. Steve macht deutlich: Der innerliche Druck und die innere Unruhe wurden in dieser Zeit schlichtweg zu viel. Mit der Zeit kristallisierte sich für den Athleten heraus, dass er an einer Depression leiden müsse. Obwohl er sich dies anfangs nicht eingestehen wollte, wurde Steve mit der Zeit immer mehr bewusst, dass er sich professionelle Hilfe holen sollte, um aus seiner Negativ-Spirale herauszukommen.

 

Steve Benthin musste erst einmal seine Scham überwinden

Steve Benthin beschreibt in seinem Video, sich für seine Depression geschämt zu haben. Aus diesem Grund habe er sich auch immer weiter aus seinem näheren Umfeld zurückgezogen. Nach dem Steve wochenlang mit sich gerungen hat, wurde aber definitiv klar: Ohne psychologische Hilfe geht es nicht weiter. So geht es vielen Menschen: Vor allem Männern fällt es schwer, sich eine Depression einzugestehen. Oft geht dies auch mit Schuldgefühlen dem eigenen Umfeld gegenüber einher. Steve Benthin konnte sich dank der Hilfe von Familien und Freunden jedoch aufgrund der Intensität seiner Symptome in eine psychiatrische Klinik einweisen lassen. Auch mit seinem Sponsor musste Steve Rücksprache halten – dieser zeigte sich jedoch sehr mitfühlend und verständnisvoll.

Hat der Aufenthalt in der Psychiatrie geholfen?

Der Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik scheint Steve nicht weitergeholfen zu haben, sodass sich der Bodybuilder nach einer gewissen Zeit selbst wieder entlassen musste. Ihm wurde allerdings ein Serotonin-Hemmer verschrieben, der ihm wieder mehr Antrieb gab – und erste Schritte zurück ins gewohnte Leben und Training ermöglichte. Der Bodybuilder lässt nun weiter an den biochemischen Ursachen für seine Depression forschen und hofft, dass seine Fans ihn weiter unterstützen werden. Steve Benthin scheint also noch einen langen Weg vor sich zu haben, ist jedoch guter Dinge. Das lässt auch seine Fans Hoffnung schöpfen, die ihn in den Kommentaren zum Video und auf seinen sozialen Kanälen tatkräftig unterstützen. In dem Video bedankt sich Steve Benthin bei seinen Freunden, Familie und allen, die in dieser schwierigen Zeit für ihn da gewesen sind.

Massephase – Was bringt sie wirklich? Vorteile & Nachteile

Diese Symptome haben Steve Benthin belastet

Der Athlet litt in dieser schweren Phase an gleich mehreren Symptomen, wie er in seinem YouTube-Video betont. Was zunächst mit Atemschwierigkeiten und Gliederschmerzen begann, führte bald zu vollkommener Antriebs- und Energielosigkeit. Trainings konnte der Athlet schon bald nicht mehr bewältigen – aber auch von der nötigen Motivation fehlte jede Spur. Dazu kamen später Schlafstörungen, sowie massiver innerer Druck. Steve beschreibt selbst, dass er keine Freude am Leben mehr empfunden habe und selbst kleine Aufgaben im Alltag kaum noch bewältigen konnte.

Kurzum: Schon das morgendliche Aufstehen war für den Bodybuilder mit einer großen Überwindung verbunden. Dass der Athlet dies mit seinen Followern teilt, ist besonders wichtig: Noch immer wird nicht ausreichend über die verschiedenen Symptome und den Verlauf von Depressionen informiert, sodass viele Menschen die Anzeichen einer solchen Erkrankung viel zu lange übergehen. Gerade in der Bodybuilder-Branche scheint es immer wieder vorzukommen, dass Athleten immens unter dem Leistungsdruck leiden – und damit auch deren mentale Gesundheit. Dank Menschen wie Steve Benthin findet hierzu aber mehr Aufklärung statt – und Betroffene holen sich eher Hilfe.

Der 212er Athlet wird seine Fans auf dem Laufenden halten

Schlussendlich gibt der Athlet seinen Followern in dem Video auch mit auf den Weg: Er wird sich in naher Zukunft über seine sozialen Kanäle melden und die Fans in jedem Fall auf dem Laufenden halten. Gerade auf Instagram kann man bereits nachverfolgen, wie der Bodybuilder seine Aktivitäten wieder aufnimmt und trainiert – Sorgen machen müssen sich die Fans also aktuell nicht.

Ob der Bodybuilder schon bald wieder an Wettkämpfen teilnehmen und sich für die nächste Olympia-Teilnahme qualifizieren wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Dies sollte angesichts der mentalen Gesundheit des Bodybuilders aber auch nicht im Vordergrund stehen. Auch, ob es Neues zu seiner Genesung oder Diagnose gibt, nennt der Athlet noch nicht. Wir sind jedenfalls mehr als gespannt, was die Zukunft für Steve Benthin bereithält und wünschen auf dem Weg der Genesung alles Gute.

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