Piperin und Bioperin – Wirkung und Einnahme

Was ist Piperin?

Das Piperidin-Alkaloid, gehört zu der Gruppe der Säureamid-Alkaloide. Bei Piperin handelt es sich um die chemische Verbindung aus Piperidin und Piperinsäure. Piperidin wurde erstmals im Jahre 1819 isoliert von Hans Christian Ørsted. Piperidin ist einen gelbliche, manchmal auch farblose Substanz.
Die Verbindung findet sich als Hauptalkaloid im schwarzen Pfeffers, auch „Piper nigrum“ und ist für den scharfen Geschmack im Pfeffer verantwortlich. Im schwarzen Pfeffer, im weißen Pfeffer und im langen Pfeffer ist Piperidin nur mit 2 bis 4 % enthalten, jedoch in manchen scharfen Sorten sind es mitunter auch bis zu 9 Prozent.

Im Kubeben-Pfeffer, Piper cubeba, ist Piperin lediglich zu 0,4 Prozent enthalten.

Piperin wird oft auch als Pfefferextrakt bezeichnet! Synthetisch herstellt wird Piperin durch Biosynthese von „L-Lysin“, das nach Bindung an Pyridoxalphosphat, decarboxyliert wird. Ein anderer Weg wäre Piperidin und Piperinsäure mit Ethanol aus schwarzem Pfeffer extrahieren und danach daraus Piperin kristallisieren.
Trennen lässt sich Piperin durch alkoholische Kalilauge unter Wasser Aufnahme in Piperinsäure und Piperidin. im Magen kann durch saurer Katalyse Formaldehyd abgespalten werden, deshalb ist. Eine hohe Dosis Piperin nicht empfehlenswert. Piperin ist in größeren Mengen schädlich für den Körper. Sie müssen die Dosierungshinweise der Hersteller genau beachten, um eine Überdosierung zu vermeiden.

Piperin und Bioperin, die Inhaltsstoffe und Wissenswertes!

Piperin sollte vielen ein Begriff sein. In Kapselform ist Piperin oft in Kombination mit Extrakten der Kurkumawurzel als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich und wird auch gerne gekauft und eingenommen.
Piperin sorgt für die Schärfe im Pfeffer und kommt in den meisten Pfeffer Sorten vor. Bekannt als Bioperin ist das „Superfood“ in vielen online Shops erhältlich. Die Bioperin Produkte enthalten bis zu 95 % Piperin.

Wie gesund ist Piperin wirklich und welche Wirkungen werden erwartet?

Die Verwertung von Curcumin wird erheblich verbessert. Außerdem wird in zahlreichen Ratgebern empfohlen, Piperin bei Abnehmkuren zu verwenden. Bei einer Diät, oder Gewichtsabnahme soll Piperin unterstützen.

Wissenswertes über den schwarzen Pfeffer.

Piperin, Schwarzer Pfeffer und Bioperin

Der Pfeffer ist seit Jahrhunderten in allen Variationen als Gewürz besonders beliebt. Auch in der alternativen Medizin fand Pfeffer immer wieder Verwendung. Seit langer Zeit wird in der alternativen Medizin Cayennepfeffer, ein Gewürzpulver aus den scharfen Früchten der Chilisorte Cayenne, der mit dem schwarzen Pfeffer nur entfernt verwandt ist, wird als Naturheilmittel gegen Arthrose und Rheuma verwendet. Cayennepfeffer wird auch zur Konservierung von Lebensmitteln eingesetzt.
Der schwarze Pfeffer ist die Grundlage für die Extrahierung von Bioperin. Der schwarze Pfeffer gehört zu den am weitesten verbreiteten Pfeffersorten. Die darin enthaltenen ätherischen Öle und die scharf schmeckenden Säureamide machen den Pfeffer so wertvoll. Schwarzer Pfeffer pur führt zu einer Anregung der Magensaftsekretion und vermehrten Speichelfluss.
Die Aktivität des Verdauungsenzyms Amylase soll durch den schwarzen Pfeffer gesteigert werden, wovon das Verdauungssystem profitiert. Der schwarze Pfeffer wird auch in der traditionellen chinesischen Ernährung und Medizin eingesetzt.

Die Zusammensetzung von Bioperin Kapseln und deren Inhaltsstoffe!

Bioperin oder Piperin-forte Kapseln sind in Deutschland weit verbreitet. Häufig findet sich auch noch Cayennepfeffer in den Piperin-forte Kapseln. Meistens jedoch setzen sich die Kapseln aus Schwarzen Pfefferextrakt zusammen mit bis zu 95 % Piperin Gehalt. Des Weiteren wird oft noch ein natürlicher Füllstoff wie etwa Maisstärke verwendet. Wichtig ist noch welches Trennmittel verwendet wird. Oft kommen Magnesiumsalze von Speisefettsäuren, wie Magnesium-Stearat (E 470 b) zum Einsatz.

Wie wird Piperin dosiert?

Piperin wird meist, mit 10 bis 20 mg dosiert, je nach Verabreichung und Bedarf. Bei Kapseln sollten Sie auf die enthaltene Piperinmenge achten. Hersteller müssen exakte Angaben zur Konzentration der Wirkstoffe sowie zur Dosierung machen. Sie als Verbraucher sollten diese Angaben beachten, denn eine Überdosierung kann für den Körper schädlich sein. Auch viele Bodybuilder und Sportler Fitness-konsumieren Bioperin, beziehungsweise Piperin ähnlich wie Pine Pollen. Diverse Pre-Workout Booster enthalten ebenfalls das Alkaloid. Oft wird Piperin kombiniert mit weiteren Inhaltsstoffen oder pur als Pulver in Kapselform.

Die Anwendung und Wirkung von Piperin?

Die Anwender nehmen hauptsächlich das Ergänzungsmittel zu sich, um die Aufnahme der Nährstoffe oder den Stoffwechsel zu erhöhen. Dieser Effekt wird auch dem Cayennepfeffer zugeschrieben. Dies zeigt Bioperin wird deshalb auch ergänzend zu einer Diät oder zum Abnehmen eingenommen. Dadurch sollte jedoch eine ausgewogene Ernährung nicht ersetzt werden. Es handelt sich um ein Nahrungsergänzungsmittel.
Trotz einiger durchgeführter Studien, gibt es keine stichhaltigen Wissenschaftlichen beweise für die genannten Eigenschaften und Anwendungen.

Im „Journal of Ayurveda and Integrative Medicine“ erschien ein Artikel, das Piperin-Alkaloid in Versuchen die Aufnahme einiger Nährstoffe sowie der Makronährstoffe erhöht. Ein möglicher Einsatz von Piperin bei Mangelernährung ist vorstellbar. Die Aufnahme von Vitamin C, Betacarotin, Vitamin A und Selen, kann erhöht werden. Besonders eine Studie hat gezeigt, das Bioperin in Versuchen, die Bioverfügbarkeit von Curcumin um sagenhafte 2000 % erhöht hatte.
Auszugsweise heißt es laut Artikel:

„Durch die Verabreichung von 20 mg Piperin erhöhte sich die Konzentration im Serum von Curcumin innerhalb eines kurzen Zeitraumes.“ Die Bioverfügbarkeit wurde um 154 % erhöht während unter anderem die Halbwertszeit der Elimination deutlich abnahm. Aber andererseits waren nach einer Dosis von 2 g Curcumin beim Menschen die Serumspiegel, entweder nicht nachweisbar, oder nur gering erhöht. Die gleichzeitige Verabreichung von 20 mg Piperin erzeugte viel höhere Konzentrationen innerhalb weniger Minuten bis zu 1 Stunde nach einer Verabreichung.“

 

eine mögliche Anwendung gegen Depressionen sowie zur Behandlung von Entzündungen ist denkbar.
Im Jahr 2009 wurde eine Studie durchgeführt, die mögliche entzündungshemmende Eigenschaften von Piperin, ohne das es wissenschaftlich bestätigte Nachweise für die Verwendung beim Menschen gibt. In Versuchen bei Tieren konnten jedoch entzündungshemmende Effekte beobachtet werden. In einer weiteren Studie konnte als Ergebnis erzielt werden, dass die Schmerzresistenz erhöht werden und das Alkaloid sogar bei Arthritis wirksam und hilfreich sein könnte.

Einige Studien zeigen auf, dass antidepressive, sowie Wirkungen auf das Gehirn erzielt werden könnten. Auch dieses Gebiet ist bis heute jedoch nicht genügend erforscht.

Abnehmen mit Bioperin?

Piperin kann beim Abnehmen hilfreich sein, das haben diverse Studien tatsächlich ergeben. Aber bisher wurde diese These gegenwärtig wissenschaftlich noch nicht ausreichend bewiesen. Den der Forscher „Ui-Hyun Park“ hat in einer durchgeführten koreanischen Studie eine mögliche positive Wirksamkeit entdeckt. Das Ergebnis dieser Studie war, das schwarzer Pfeffer beziehungsweise die Inhaltsstoffe bei Adipositas Krankheiten helfen könnten. Bei Einer indischen Studie wurden ähnlich positive Ergebnisse erzielt. Da fanden im Jahre 2011 einige indische Forscher heraus, dass das Alkaloid bei übergewichtige Ratten einen positiven Effekt auf deren Übergewicht hatte. Die Faktoren wie Körpergewicht, Fettmasse und Cholesteringehalt wurden nach der Verabreichung des Extraktes genau untersucht und es verbesserten sich die Werte deutlich.

Piperin beim Muskelaufbau?

Für die Verbesserung der Bioverfügbarkeit von Nahrungsmittel beim Muskelaufbau speziell beim Bodybuilding wird Bioperin gerne eingenommen. Die dabei eingenommenen Supplemente sollen dadurch besser verwertet werden können. Ähnlich wie durch die zusätzliche Aufnahme von „L-Arginin“. Als Grundlage dieser Annahme dienen, auch wenn diese nicht offiziell und wissenschaftlich bestätigt sind, einige Studien. Dennoch gelten bei vielen Bodybuildern, dass das Piperin Alkaloid die Wirkung von Supplements erhöht. Die Muskelmasse, die der Körper zum Aufbau benötigt, soll dem Körper die Nährstoffe mithilfe von Supplements zuzuführen. Die Aufnahme von Nährstoffen soll durch eine Piperin Gabe, laut der Fitness Webseite „Stronggeneration“, deshalb effektiver und schneller vonstattengehen. Außerdem sollte der Anwender noch zusätzlich von der wärmenden Wirkung im Körperinneren profitieren, die dem Stoffwechsel ankurbeln soll.

Könnte Piperin eine Antikrebswirkung besitzen?

Piperin spielt ähnlich wie Curcumin in der Krebsforschung eine wichtige Rolle. Die Auswirkung des schwarzen Pfeffer-Extrakts auf Krebszellen wurde in diversen Studien untersucht. So kann möglicherweise Piperin bei der Behandlung von Krebs beitragen. So wurden diverse Versuche unternommen, bei denen Piperin-Extrakt verabreicht wurde, um Krebszellen zu beeinflussen. In einer Studie aus Thailand wurde die Reaktion von Piperin auf krebskranke Ratten getestet.

Schwarzer Pfeffer wird häufig in der traditionellen chinesischen Medizin verwendet, das war der Ausgangspunkt für die Studie.

Die Vorsorgewirkung des Piper nigrum-Extrakts als Antikrebsmittel gegen Brustkrebszellen und N-Nitrosomethylharnstoff wurden bei der Tumorentstehung bei den Ratten genau untersucht.
Dabei zeigten sich zytotoxische Effekte und ein positiver Wirkmechanismus gegen die Krebszellen. Das wurde unter Anwendung diverser Modelle untersucht, wobei Piperin das Wachstum der Brustkrebszellen hemmte.

Darüber hinaus zeigte „Piper nigrum“ eine größere Wirksamkeit gegenüber Brustkrebszellen als gegen Darmkrebs und Lungenkrebs. In einer Toxizitätsstudie führte die einmalige orale Gabe des Extraktes in der Dosis von 5.000 mg pro Kilogramm Körpergewicht zu keiner Krankmachung und Sterblichkeit während des 14-tägigen Zeitraums der Beobachtung. Der Extrakt hat im Blindversuch gegenüber den Kontrollgruppen keine Veränderungen in den biochemischen und hämatologischen Werten verursacht. Schwarzer Pfeffer hat eine geringe Toxizität und eine starke Antitumorwirkung auf die Tumorentstehung bei Ratten. In der Humanforschung gibt es jedoch noch keine Beweise für eine Wirksamkeit.

Es sind weiterer Untersuchungen notwendig und auf keinen Fall darf Piperin als Ersatz für eine bestehende Krebstherapie verwendet werden!

Beim Hautkrebs von Mäusen verhinderte Piperin die Metastasenbildung in anderen Teilen des Körpers. Bei Ratten reduzierte und verlangsamte Piperin das Krebswachstum von Darm- und Prostatakrebszellen. Piperin erhöhte im Tierversuch die Bioverfügbarkeit von tumorbekämpfenden Medikamenten und steigerte hierdurch deren Wirksamkeit.

Die möglichen Nebenwirkungen von Bioperin?

Ob Piperin gesund ist, dafür gibt es genügend Hinweise. Die sehr positiven Ergebnisse sind jedoch wissenschaftlich nicht gedeckt. Jedoch ist die Einnahme von Piperin generell unbedenklich. Die Untersuchungen erbrachte keine negativen Ergebnisse für ernste Nebenwirkungen.

Im Magen kann durch eine hohe Piperin Aufnahme könnte das für den Körper schädliche Formaldehyd abgespalten werden. Letztendlich sollte deshalb eine Überdosierung vermieden werden.
Piperin und Bioperin kann die Aufnahme von Medikamenten verstärken. Dadurch kann es zu einer Überdosierung von Medikamenten kommen. Deshalb darf Piperin oder Bioperin nicht bei einer heiklen dosisabhängigen medikamentösen Behandlung eingenommen werden.

Wechselwirkungen auf den Stoffwechsel der Leber sind möglich und wurden bereits beschrieben, dadurch könnte auch der Blutspiegel von Medikamenten erhöht werden. Sie sollten zur Sicherheit einen Arzt um seinen Rat fragen.

Was Sie beim Kauf beachten sollten?

Präparate mit Curcumin sind besonders beliebt. Das aus Pfefferpflanzen extrahierte Mittel wird meist als Kapsel unter dem Namen Bioperin oder Piperin forte gehandelt und verkauft.
Präparate, mit Curcumin sollten, die Aufnahme von Curcumin steigern. Die empfohlene Dosierung sollte bei 10 bis 20 mg liegen. Am Beginn sollte die Dosierung niedrig sein, um den Körper an das Mittel zu gewöhnen und zu beobachten. Sie sollten immer die Hinweise der Hersteller beachten. Reine Piperin Extrakte ohne Zusatzstoffe sind die bessere Wahl.

Wirkt Piperin als Antioxidans?

Piperin kann als Antioxidans vor oxidativen Stress schützen, indem es freie Radikale neutralisiert. Im Rahmen einer Untersuchung mit 20 Probanden mit Pankreatitis verbesserte eine Menge von 500 mg Curcumin und 5 mg Piperin den Antioxidatienstatus.

Mit den täglichen Risikofaktoren kann eine fettreiche Ernährung die Produktion freier Radikale erhöhen. Bei Ratten, die fettreich Ernährt wurden sank mit gleichzeitigen Gaben von Piperin der Spiegel an freien Radikalen. Niedrige Dosierungen von Piperin senken den Spiegel freier Radikale. Jedoch sehr niedrige Dosierungen können die Produktion freier Radikale anregen. Piperin reduzierte bei Ratten mit Arthritis die Schmerzen und den Umfang der Schwellung an den Gelenken.

Der Blutzuckerspiegel kann durch Piperin gesenkt werden!

In einer klinischen Untersuchung mit 100 Probanden mit einem Typ 2 Diabetes senkte eine Mischung von 500 mg Curcumin mit 5 mg Piperin den Blutzuckerspiegel merklich und reduzierte dabei auch die Leberschäden.
Bereits eine niedrige Dosis Piperin reduzierte bei Ratten mit Diabetis den Blutzuckerspiegel. Wobei höhere Dosierungen hingegen den Blutzuckerspiegel ansteigen ließen.

Die kognitive Funktion kann mit Piperin verbessert werden!

Bei Tieren durchgeführte Untersuchungen zeigen, dass Piperin die Gehirnfunktion verbessert. Ratten mit Piperin gefüttert lernten schneller und konnten sich länger erinnern. bei Ratten mit Alzheimer verbesserte Piperin außerdem die Gehirnfunktion und wiesen im Vergleich zur Kontrollgruppe eine gesteigerte Funktion des Gedächtnisses auf.

Piperin schützt die Zerebrospinalflüssigkeit und den Hippocampus vor freien Radikalen. Außerdem regt es, im Hippocampus, das Wachstum von Gehirnzellen an, genau den Bereich des Gehirns, der stark an der Erinnerung beteiligt ist.

Den Blutdruck senken durch Gaben von Piperin?

Bei Ratten bewirkte Piperin einen signifikanten Abfall des Blutdrucks. Bei einem anderen Experiment mit Ratten konnte zusammen mit einem „NOS Hemmer“ durch Piperin eine Erhöhung des Blutdrucks hervorgerufen werden, teilweise verhindern.

Zu hoher Blutdruck kann zu einer Versteifung der Wände der Arterien führen, was einen der Risikofaktoren für Herzkrankheiten und Schlaganfall darstellt. Im Tierversuch, bei Ratten wurde durch Piperin eine Verhärtung der Wände der Arterien verhinderte und die Adern blieben wie bei Jungtieren flexibel.

Durch die Einnahme von Piperin könnten auch Gallensteine verhindert werden!

Durch kristallisierendes Cholesterin in der Gallenblase entstehen Gallensteine. Im Tierversuch verhinderte Piperin bei Mäusen die Bildung von Cholesterin Gallensteinen, indem Piperin die Größe der Cholesterinkristalle, sowie den Transport von Cholesterin aus der Leber in die Gallenblase reduziert.

Quellen und Studien zu Piperin, Bioperin und Cucumin:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9619120
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3151395/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3113382/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26511488
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21434835
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1541-4337.12246/full

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