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Modafinil: Wirkung, Dosierung, Nebenwirkung

Modafinil dient der Behandlung von Narkolepsie, es ist eine psychostimulierende Substanz. Ihre Molekülstruktur unterscheidet sich deutlich von den Amphetaminen. In Frankreich wurde das Mittel schon nach 1980 bei Narkolepsiepatienten eingesetzt.

Modafinil: Indikationen und Wirkung

Die Narkolepsie ist eine exzessiver Schläfrigkeit, Erwachsene mit den entsprechenden Symptomen werden unter anderem mit Modafinil behandelt. Weitere Indikationen für den Einsatz sind:

  • ein mittelschweres bis schweres obstruktives OSAS (Schlafapnoe-Syndrom) mit exzessiver Schläfrigkeit
  • ein mittelschweres bis schweres chronisches Schichtarbeiter-Syndrom mit exzessiver Schläfrigkeit

Modafinil wird nur eingesetzt, wenn andere Therapien keine Wirkung zeigen. Einige Ärzte verschreiben das Mittel auch bei CFS (Chronisches Erschöpfungssyndrom), ADHS oder Depressionen, allerdings erstatten die Krankenkassen diese Behandlung normalerweise nicht. Kontraindikationen sind eine anamnestisch bekannte Abhängigkeit und die gleichzeitige Einnahme von Prazosin. Auch bei schweren Angstzuständen oder psychotischen Vorerkrankungen, schweren Nieren- oder Lebererkrankungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Bluthochdruck soll Modafinil nur vorsichtig verwendet werden. Die Pharmakodynamik ist nicht völlig erforscht. Man weiß also nicht genau, warum Modafinil wirkt. Der Körper absorbiert es schnell, nach rund drei Stunden ist der Effekt deutlich spürbar: Die anwendende Person wird sehr wach. Studenten nutzen daher bisweilen Modafinil bei Lernstress. Durch die Plasmahalbwertszeit von etwa 10 Stunden (bei seltener Einnahme) lässt die Wirkung dann nach. Wer das Mittel regelmäßig anwendet, profitiert bis zu 15 Stunden von der Einnahme. Modafinil kaufen kann man es nur über ein Rezept eines Arztes.

Empfohlene Dosierung von Modafinil

Die empfohlene Tagesdosis liegt anfänglich bei 100 Milligramm, die als Einzeldosis oder verteilt auf zwei Tageszeiten eingenommen werden können. Eine Einzeldosis empfiehlt sich am Morgen. Der behandelnde Arzt entscheidet individuell über das Einnahmeschema. Wenn die Beschwerden nach der Anfangsdosis weiter bestehen, ist eine Erhöhung bis auf 400 Milligramm möglich. Tabletten mit Modafinil sollten als Ganzes geschluckt werden. Nach spätestens neun Wochen muss die Einnahme mit einem Arzt abgestimmt werden, denn die Langzeitwirkungen von Modafinil sind bislang nur wenig untersucht. Auch bei kürzerer Einnahme empfiehlt sich die ärztliche Konsultation, denn das Mittel muss keinesfalls exzessiv angewendet werden. Patienten mit eingeschränkten Nieren- oder Leberfunktionen sollten Modafinil nur vorsichtig anwenden (siehe auch Nebenwirkungen). Älteren Patienten (ab dem 65. Lebensjahr) wird empfohlen, die anfängliche Dosis zu halbieren, denn ihre Nieren leisten potenziell weniger.

Modafinil Nebenwirkungen

Das Mittel hat eine Reihe von Nebenwirkungen, die aber nicht zwingend auftreten müssen. Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, Leberfunktionstest-Anormalitäten und eine alkalische Phosphatase-Erhöhung (abhängig von der Dosis). Auch die Gamma-GT-Werte können erhöht sein. Des Weiteren berichten Patienten nach der Einnahme von Modafinil bisweilen über folgende Nebenwirkungen:

– Herzjagen und -klopfen
– Benommenheit und Schläfrigkeit
– verschwommes Sehen
– abnorme Empfindungen
– Bauchschmerzen und Übelkeit
– trockener Mund
– Durchfall, Verdauungsstörungen und Verstopfung
– Appetitlosigkeit
– Gefäßerweiterung
– Kraftlosigkeit
– Brustschmerz
– Nervosität und Schlaflosigkeit
– Angst und Depression
– Denkstörungen und Verwirrtheit

Seltener treten EKG- und Gewichtsveränderungen, zusätzliche Herzschläge, eine Herzschlagverlangsamung, Veränderungen des Blutbildes, Bewegungsstörungen, Teilamnesie, stärkerer Muskeltonus, Schwindel und Zittern auf. Von Sprach- oder Sehstörungen wird sehr selten berichtet. Etwas häufiger sind Hautausschläge und Akne, verbunden mit Juckreiz, zu beobachten. Bei stark eingeschränkten Funktionen von Leber und/oder Niere kann das Mittel lediglich mit der halben Dosis oder gar nicht angewendet werden.

Fazit zu Modafinil

Dieses Medikament ist sehr wirksam, aber mit einer Reihe von Nebenwirkungen behaftet. Das Medikament ist in Deutschland verschreibungspflichtig und muss von einem Arzt verschrieben werden.

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