Eiweißmythen – Das sind die häufigsten Protein-Irrtümer

Wieviel Protein sollen wir essen? Wieviel Eiweiß ist noch gesund?

Eiweiß ist für das normale Funktionieren des Organismus lebensnotwendig. Ohne ausreichende Versorgung mit Proteinen kann es zu Mangelerscheinungen kommen, die unter Umständen lebensbedrohlich sein könnten. Leider kursieren immer noch viele Mythen und Irrtümer, die mit Eiweiß in Verbindung stehen. Hier die größten Eiweißmythen.

1. Zu viel Protein in der Ernährung verursacht einen Eiweißschock und kann sogar tödlich enden: Bis heute gibt es keine wissenschaftlich belegten Beweise dafür, dass zu viel Eiweiß für einen Menschen schädlich ist. Dies ist ein klarer Mythos, allerdings sollte man tierische Eiweiße nicht im Übermaß verzehren.

2. Proteine machen dick: In dem Fall, wenn das Eiweiß über fette Wurstsorten oder fettigen Braten aufgenommen wird, würde das stimmen. Bei richtigem Eiweiß – in Form von Eiweißshake oder aus Fisch oder Geflügel – können dagegen die Pfunde sogar purzeln. Hochwertige Eiweiße machen nicht nur satt, sie halten auch den Blutzucker auf einem konstanten gesunden Niveau. Das schützt vor plötzlichen Heißhungerattacken und beschleunigt den Fettstoffwechsel, weil der Körper das eingeführte Eiweiß nur schwer in Fette umwandeln kann (was allerdings bei Kohlenhydraten wunderbar funktioniert!).

3. Eiweiß belastet stark die Nieren: Eins muss man vorneweg klarstellen: Der Speiseplan der Steinzeitmenschen bestand zu 35 Prozent (Gesamtkalorienmenge) aus Eiweißen. Bis jetzt konnte man jedoch nicht feststellen, dass man deswegen damals wegen Nierenschäden gestorben ist. Heute ist Eiweiß mit ungefähr 10 Prozent in unserer Nahrung vertreten – was kann also gesunde Menschen davon abhalten, weiterhin Eiweiß zu essen? Nur bei bereits vorhandener Nierenbeschädigung sollte man mit der Eiweißaufnahme vorsichtig umgehen. Der menschliche Körper kann pro Tag nur eine gewisse Eiweißmenge verarbeiten, der Rest wird dann über die Nieren ausgeschieden. Die sinnvolle Eiweißmenge beträgt pro Tag 1 bis 1,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht. Dieser Wert sollte möglichst nicht überschritten werden.

4. Tierisches Eiweiß ist weniger gesund: Da müsste man erst zwei Dinge unterscheiden können: das schlechte tierische Eiweiß und das richtige tierische Eiweiß. Das schlechte tierische Eiweiß kommt auf den Tisch in Form von fetter Wurst, Schmorbraten oder fetten Käse. Sich auf diesem Weg mit Eiweiß zu versorgen ist klar ungesund. Die Fette in Verbindung mit Eiweiß gelangen in den Körper, wo sie ihr Unwesen treiben – die Arterien werden verkalkt, die Fettzellen prächtig aufgefüllt, was auf lange Sicht zu schlimmen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht führt. Empfehlenswert ist auf jedem Fall das tierische hochwertige Eiweiß, das in Milchprodukten wie Hüttenkäse, Joghurt oder Molke vorkommt. Mageres Geflügel und Fisch beinhalten auch große Menge gesundes Eiweiß.

5. Das wertvollste Eiweiß ist Hydrolysat:. Die sogenannten Aminosäurehydrolysate werden häufig Fitnesssportlern zu kaufen angeboten, wenn sie Eiweißpulver erwerben möchten. Bei dieser Eiweißform handelt es sich um vorverdautes Eiweiß. Diese Proteine sollten besser verwertbar sein als die „normalen“ Eiweißpräparate. Das ist zwar richtig, aber betrifft nur Spitzensportler, die über große Muskelmasse verfügen. Die Muskeln dienen als Eiweißspeicher und in diesem Fall liegt man mit Hydrolysaten richtig. Die Freizeitsportler kommen dagegen mit klassischem Protein-Pulver und durchdachter, eiweißreicher Ernährung, bestens aus.

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